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Pressemeldungen

Interview zum 90. Geburtstag von Adam Biedermann

Man ist nie zu alt, um sich für andere einzusetzen

Seit 15 Jahren engagiert sich Adam Biedermann ehrenamtlich als Reparateur in der Radlwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Jugendzentrum „Stamps“ in Puchheim. Mit großem handwerklichem Können, viel Erfahrung und Geduld unterstützt er dort junge Menschen rund ums Fahrrad. Besonders beeindruckend ist dabei, dass er im Juli seinen 90. Geburtstag feierte.
Aus diesem Anlass gratulieren Rosi Fischer, Leitung des Mehrgenerationenhauses und Florian Lux, Leiter des Jugendzentrum Stamps und Organisierende der Radlwerkstatt, herzlich und unterhielten sich mit Adam Biedermann über sein langjähriges ehrenamtliches Engagement.

 

Mehrgenerationenhaus Logo

 

Was war Deine Motivation, Dich ehrenamtlich in diesem Bereich einzubringen?
Ich habe schon in meinem Berufsleben als Ingenieur mit Lehrlingen gearbeitet, und die Arbeit mit jungen Menschen hat mir seither Freude gemacht. Die konkrete Gelegenheit kam dann über das Mehrgenerationenhaus, das Projekte für die jüngere Generation anbieten sollte – daraus entstand die Idee einer Radlwerkstatt in Kooperation mit dem JUZ. So lange geblieben bin ich vor allem wegen der hervorragenden Zusammenarbeit hier mit dem JUZ und dem Mehrgenerationenhaus, die, wie ich finde, nicht selbstverständlich ist.

Was genau ist Deine Aufgabe in der Radlwerkstatt für Kinder und Jugendliche?
Wenn Kinder und Jugendliche mit einem kaputten Rad kommen, schaue ich mir zuerst an, was los ist, und prüfe dabei immer zuerst die Bremsen. Reparieren müssen sie dann aber selbst – ich helfe nur, wenn es wirklich nötig ist. Bei uns gibt es Hilfe zur Selbsthilfe statt Rundum-Service.

Wie viel Zeit investierst Du im Alltag oder in der Woche für diese Aufgabe?
Normalerweise sind es zwei Stunden pro Woche. Manchmal dauert es aber auch etwas länger. Ich bin aber auch noch in einer Kegelgruppe aktiv und oft mit meiner Frau auf deren ehrenamtlichen Einsätzen unterwegs.

Was war für Dich in all den Jahren ein besonders schöner oder bewegender Moment?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Corona-Zeit, als es in der alten Werkstatt so voll war, dass manche sogar draußen reparierten – darunter ein etwa 15-jähriges Mädchen, das geschickt die Räder ihrer Freundinnen instand setzte. Am meisten freut es mich aber bis heute, wenn Kinder selbst eine Schraube lösen oder ein Schutzblech anschrauben dürfen und sichtlich stolz und glücklich sind, es geschafft zu haben.

Würdest Du es auch anderen Menschen empfehlen, sich ehrenamtlich in der Radlwerkstatt zu engagieren?
Ja, auf jeden Fall – vorausgesetzt, man macht es wirklich gern. Denn Kinder merken sofort, wenn jemand keine Freude daran hat und kommen dann kein zweites Mal wieder.

Und ganz persönlich gefragt: Kann ein solches Ehrenamt vielleicht sogar jung halten?
Möglich, aber ich habe mir darüber eigentlich nie besondere Gedanken gemacht. Auffällig ist aber schon, dass auch meine Ehefrau ehrenamtlich genauso aktiv ist wie ich – vielleicht ist es ja wirklich das Dranbleiben, das uns beide so jung hält.

 

⇒ Die Radlwerkstatt sucht Verstärkung ⇐

Wer technisches oder handwerkliches Geschick in der Fahrradreparatur mitbringt, organisatorisch gerne mitdenkt und Freude am Kontakt mit jungen Menschen hat, ist herzlich willkommen.
Öffnungszeiten: Mittwoch 17–19 Uhr
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei: Rosi Fischer, Tel. 089 5589435-13, Mail: haus-der-begegnung@puchheim.de

 


Foto (von links nach rechts): Roswitha Fischer (Leitung Mehrgenerationenhaus Puchheim), Adam Biedermann (Jubiliar), Florian Lux (Leiter des Jugendzentrum Stamps)

 

 

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